Teil 1: erste Finnlandreise

Buchprojekte von Peter Claus, Ludwigsau. Zusätzlich kann hier jeder registrierte Teilnehmer Finnlandgeschichten und Fotos bis 250 KB nach Freischaltung veröffentlichen.

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Inzwischen ist ein Vierteljahr vergangen, dass ich mich zum Finnland-Projekt angemeldet habe und sicherlich wird es Zeit, dass ich von mir hören lasse!

GTS Finnjet

Ausfahrt Travemünde 1989 (Foto Bernhardt)

Fotos hier>>


Ja, ich möchte von meiner ersten Reise in den mir bis dato unbekannten Norden, berichten.
Schon immer hegte ich heimlich den Wunsch einmal in das Land der „tausend Seen“ zu reisen. Anfang des Jahres 1989 las ich einen Artikel in unserer Zeitung, verfasst von Pfarrer Dr. Krug, der zu einer Bus/Schiffsreise nach Finnland einlud. Mein Mann und ich waren sofort begeistert und wir überlegten nicht lang und meldeten uns an. Pfarrer Dr. Krug kannte sich in Finnland bestens aus, er war gebürtig aus Helsinki, sprach Finnisch perfekt und hatte zuvor schon einige Reisen nach Finnland durchgeführt!
Unsere Reise führte uns nach Travemünde (Foto Nr. 5), von wo wir per „Finnjet“ nach Helsinki, unserem ersten Reiseziel, schipperten. Die Busgesellschaft setzte sich aus Ehepaaren, Singles und einigen Jugendlichen zusammen, die aus Hannover, Gießen Frankfurt und eben aus Bad Hersfeld kamen.
Ab Travemünde haben wir den Bus gegen das Fährschiff „Finnjet“(13) getauscht, ein gigantisches Schiff (15). Bisher hatte ich solch großes Schiff noch nie gesehen, geschweige  betreten. Gegen 18.00 Uhr legt das Schiff ab und unsere Reise in den Norden beginnt, 1145 km liegen vor uns. – Das Schiff gleitet aus dem Hafen, vorbei am Yachthafen, am Hotel „Maritim“ (020) vorüber und hinaus auf das offene Meer, die Ostsee. Langsam kehrt auf dem Deck Ruhe ein, man ist froh endlich ein wenig Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen und lässt sich den Wind um die Nase fegen! Ein herrliches Gefühl!(022)
Mein Mann (024) und ich(025) gehen auf „ Entdeckungsreise“, die See liegt ganz ruhig, herrliches Sommerwetter und unermüdlich zieht das Schiff seine Straße, eine Straße aus Wellen, Gischt und Schaum....(027)
Jeder Urlauber erlebt die Finnjet auf seine Weise.... Wir gehen auf Entdeckungsreise ins Innere, schauen in die Boutiquen, durchqueren den „Boulevard“, fahren runter zum Schwimmbad und steigen dann hinauf bis zum „Stardust“, 29 m über dem Meer. Hier treffen wir unseren Busfahrer, der sich von den Reisestrapazen ein wenig erholen will. Wir bilden eine gemütliche Runde und wenig später gesellen sich noch weitere Hersfelder zu uns. Von hier oben genießen wir einen unvergesslichen Sonnenuntergang (031). Um Mitternacht (037) gehen wir in unsere Kabine(039) Nr. 466 und sind dankbar und froh über unseren ersten Urlaubstag!!!!

Auch der 2. Urlaubstag, Donnerstag 20.07., beschert uns Sonnenschein. Gestärkt haben wir uns an einem vorzüglichem Frühstücks-Buffet mit allem „Herz was begehrst du“. Wir treffen uns an Deck, lassen uns den Wind durch die Haare wehen, sind voller Erwartung, was wohl die nächsten Tage an Überraschungen bringen werden.(041) Ich schließe die Augen, bin zufrieden......(043)
Nach fast 24stündiger Fahrt, endlich Land in Sicht (045) am Horizont erkennt man die Silhouette von Helsinki. – Das Schiff bahnt sich einen Weg durch die Schären, vorüber an der Festung(048)... hinein in einen der sieben Häfen von Helsinki.
Wir alle sind gespannt auf unsere erste Herberge in Finnland und beziehen am Abend unser „Hotelzimmer“ und zwar im „Hostel Academica“. Es gehört zu den sogenannten „Sommerhotels“. Diese Häuser bilden eine Kategorie für sich; es sind Studentenwohnheime, die nur während der Monate Juni, Juli und August als Hotel betrieben werden und preislich günstiger liegen als manches andere Hotel gleichen Standards.(052) Unser Hotel wurde in eigener „Studentenregie“ geführt.....nun der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und es kann besser werden... so haben wir gedacht und uns auf den nächsten Tag gefreut.

3. Urlaubstag: Freitag, der 21.07. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der „Disko“, werden wir zu einer Stadtrundfahrt eingeladen. Der Bus fährt uns zum „Senatsplatz, um den sich die Uni, der Dom und andere Regierungsgebäude gruppieren.(053 +055) Die Fahrt geht weiter zum Olympiastadion mit seinem 72 m hohen Turm,(057) vorbei an der Bronzeplastik von dem finnischen Langstreckenläufer Paavo NURMI, zwischen 1920 und 1928 gewann er insgesamt 9 Goldmedaillen in verschiedenen Laufdisziplinen. (056)
Ja, Pfarrer Dr. Krug hat ein großes Programm und will uns seine Geburtsstadt zeigen mit all ihren Facetten.  Wir fahren zur Felsenkirche(058). Sie gilt als herausragendes Beispiel für die finnische Architektur. Dann geht es weiter zum Sibelius-Monument (059), es ist eine Metallplastik von der Künstlerin Eila HILTUNEN geschaffen.
Ein ungewöhnliches Bild zeigt sich uns unten am See. Hier sehen wir eine Reihe von nebeneinander liegenden Podesten, die ins Wasser reichen, es sind die berühmten Teppichwaschstände(060). Im Sommer werden die selbst gewebten Teppichläufer mit Seife und Meerwasser geschruppt und auf den Stangen getrocknet, so, dass sie im Winter wieder zur gewohnten Gemütlichkeit beitragen können. – Weiter geht unsere Fahrt  zur „Finlandia-Halle“(062) Der berühmte Architekt ALVAR AALTO hat sie auf einer Fläche von 14.000 m² errichtet, sie ist ein Konzert- und Kongressgebäude mit historischer Bedeutung; 1975 fand in den Räumen die erste Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) statt, die zu einer Annäherung von Ost- und Westblock führte.
Den Nachmittag verbringen wir auf „eigene Faust“. Wir schlendern zur USPENSKI  KATHEDRALE (063). Sie ist die größte russisch-orthodoxe Kirche in Westeuropa. Danach buchen mein Mann und ich eine Hafenrundfahrt und genießen die Ruhe auf dem kleinen Schiff – endlich einmal Pause....(064). Das  Wetter hat sich etwas geändert, es wird windig, kühl und Regenwolken ziehen auf... Unser Boot schippert vorbei an großen Werften, am Horizont sieht man den Wasserspeicher von Espoo...(065)
Nach dem Abendessen in der „Disko“ geht unsere Gruppe (drei Ehepaare) noch spazieren und schauen in das „Coc au Vine“ rein; ein gepflegtes, gemütliches Restaurant...aber...die Preise....
Nach dem fröhlichen Abend treffen wir uns bei unseren Zimmernachbarn und teilen uns unsere „Notration“... ein lustiger Abschluss.....

veröffentlicht: 2012-02-17

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