Finnish Airforce

Buchprojekte von Peter Claus, Ludwigsau. Zusätzlich kann hier jeder registrierte Teilnehmer Finnlandgeschichten und Fotos bis 250 KB nach Freischaltung veröffentlichen.

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Mücke

19. Juni 2012

Wetter in Deutschland: trüb, Nieselregen - einfach ungemütlich. Wir freuten uns auf die vorhergesagten sonnigen Tage am Meer und danach in Finnland - zur Mittsommernacht! Die Überfahrt war traumhaft: Die Ostsee zeigte sich als Spiegel, herrlicher Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang

Wir genossen die Überfahrt und warteten gespannt auf die Tage im Mökki mit Vuokkos Verwandten, frisch gefangenem Fisch und dem, was der Kühlschrank ansonsten noch zu bieten hatte. Doch wir wurden vorgewarnt! Die Mücken sollten in diesem Frühling besonders zahlreich sein. Und nicht nur sie, auch die Kriebelmücken (Mäkäräisia) suchten intensiv nach Opfern! Wir ließen es auf uns zukommen....

Bei Manti und Risto am Nachmittag vor Mittsommer angekommen freuten wir uns auf die Sauna und das erste kühle Bierchen! Die Sonne brannte vom klarsten Himmel. Sonnenhüte wurden hervorgekramt und .... Moskitoanzüge. Myriaden dieser erbarmungslosen Stechviecher stürmten auf uns ein. Ich suchte mir ein Plätzchen am See mit Wind und blieb zum größten Teil verschont. Andere wollten Kaffee trinken und sich an den reichlich gedeckten Tisch im Freien setzen. Hier musste Abhilfe geschaffen werden:

 Mückenschutz

Ein Moskito-Anzug half.

Ein traditioneller Brauch zur Mittsommernacht ist das Sammeln von sieben unterschiedlichen Wildblumen. Unter dem Kopfkissen versteckt sollen sie dem jungen Mädchen in Kürze zu einem Liebhaber verhelfen! Auch hier blieb uns nichts anderes übrig, als sich vor den Plagegeistern zu schützen.

Mückenschutz


Risto hatte eine große Zahl an Barschen und Felchen an diesem Morgen gefangen. Die Barsche sollten nach der Sauna noch geräuchert werden. Trotz des Qualms des Ofens half nur der Mücken-Hut.

Mückenschutz

 Aber die Ergebnisse waren trotz der "Mückenstrapazen" genussvoll:

Strauß zur Mittsommernacht

Der Abend wurde lang, aber nicht mehr unter freiem Himmel. Wir saßen in der Glasveranda - geschützt vor den Blutsaugern. Nur zur Nacht mussten wir uns etwas einfallen lassen; denn nur einen von diesen Quälgeistern im Schlafzimmer zu haben, bedeutete eine Tortur. Also musste das Moskitonetz her, das wir vorsorglich über unser Bett spannten. Es half nur bedingt. Nach dem Genuss des Mittsommernachtsbieres verlangte meine Blase am frühen Morgen nach Entleerung. Kaum war ich aus unserem Schlafhäuschen an die frische Luft gelangt, griff die "Finnish Airforce" an. Und so gelangten dann auch mit ihrem "Wirt" einige dieser Biester in unsere Hütte. Die Restnacht wurde sehr unruhig.

Belohnt wurden wir danach mit der mückenfreien Region am Puula-See in Hirvensalmi, den wir danach noch zwei Wochen genießen durften.

Puula