Väisälänsaari

Wir verbringen jährlich unseren Sommerurlaub auf der Insel Väisälänsaari nahe Kangasniemi in Finnland.

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... wir kommen!

Väisälänsaari

Panorama vom Strand Jänisniemi

Im Sommer 1991 stand eine schwere Entscheidung an: Nach dem Tod Vuokkos Mutter gab es das Elternhaus nicht mehr. Es sollte verkauft werden. Wir benötigten eine neue Bleibe für unseren  ersehnten Sommerurlaub in Finnland. In verschiedenen Katalogen wurde gesucht, abgewogen, in welcher Region wir wohnen wollten. Uns zog es aber wieder in Richtung Keskisuomi (Mittelfinnland) oder Savo. Puulavesi erschien uns am genehmsten. In der Nähe von Vuokkos Heimat, zentral gelegen zum verbliebenen Rest der Familie in der Nähe von Kangasniemi. Dieser See gehört zu den saubersten und größten ganz Finnlands. In ihm sollte es muikkus geben, eine Maränenart, die nur bestes Wasser verträgt. Wichtig für uns war, dass es ein "typisches" mökki sein sollte. Häuschen mit Herz, kein technischer Firlefanz, ordentliche Sauna - natürlich holzgeheizt, direkt am See gelegen, Boot. Das sollte uns reichen. Wir fanden es auf der Insel Väisälänsaari. Gespannt warteten wir auf unsere Ferien.

Die erste Woche verbrachten wir bei Vuokkos Schwester an einem See in der Nähe von Hartola. Hier wurden wir gepeinigt von den vielen Mücken und Bremsen. Die Ursache waren die vielen Feuchtgebiete im Wald. Dort konnten sich die Plagegeister prächtig vermehren. Hoffentlich erlebten wir nicht die gleichen Probleme am Puula-See! Über Joutsa begaben wir uns auf den Weg. Die Straßenverhältnisse wechselten ständig: gute Asphaltstraße zuerst, dann Schotter, dann wieder Asphalt. Erst als wir Richtung Väsälänsaari abbogen, wurde die Straße immer schlechter. Uns erwarteten viele Schlaglöcher. Anfangs fuhr ich sehr bedächtig. Doch als mir ein Lkw fast in den Kofferraum fuhr, probierte ich es schneller. Siehe da, es klappte viel besser. Die Räder sprangen buchstäblich über die Löcher der Schotterpiste.

Väisälänsaari

Blick von der Brücke zur Insel Väisälänsaari

Auf der Brücke zur Insel hielten wir an. Ein atemraubender Blick über den See ließ uns die grauenvollen Straßenverhältnisse vergessen. Traumhaft! Mit entsprechender Vorfreude auf unser Häuschen und die Umgebung fuhren wir zu unseren Vermietern, um die Schlüssel zu holen. Die Tochter der Besitzer erwartete uns und wir fuhren gemeinsam auf eine Landzunge der Insel. Der Weg wurde immer schmaler, unebener, nur die Fahrspur war noch zu erahnen. Nach etwa zwei Kilometern erreichten wir unser Ziel. So hatten wir es uns vorgestellt.

Ferienhaus

Foto 2005 mit Taisto, dem Besitzer, und neuer Elektroinstallation

Wohnraum mit Kochnische, Schlafzimmer, Sauna mit Vorraum, ein Grillhäuschen. Hier konnten wir uns wohlfühlen. Der Wettergott war uns wohlgesonnen, sodass wir - leider nur eine Woche - unseren Aufenthalt genießen konnten.

Dieser ersten Reise auf die Insel Väisälänsaari folgten viele. Mit zwei Ausnahmen haben wir seitdem jeden Sommer bis zu drei Wochen dort verbracht. Eine finnische Freundin von uns sprach von einem "Kraftort". Die getankte Energie reichte dann fast immer für ein Jahr. Und von Mücken blieben wir verschont.