Wilfried

Ein Deutscher lebt in Finnland

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Hei, moi, terve !

Mein Name ist Wilfried und ich möchte kurz etwas von mir erzählen, damit sich alle ein "Bild" machen können: Ich bin Rentner, habe wenig freie Zeit und lebe zur Zeit auf der schönen Insel Päijätsalo am PäijänneSee. Finnland ist die erste Heimat meiner Frau und meine zweite Heimat.

Unsere Kinder leben mit ihren Familien in Deutschland und deswegen fliegen wir AB und ZU mal hin, aber mehr der Kinder/Enkel wegen, nicht wegen Deutschland. Denn ich und meine Frau fühlen uns hier bei Sysmä sehr wohl 70 km von der ehem. Heimatstadt meiner Frau und genau-soviele Km in die andere Richtung zu der Stadt (Jyväskylä), wo wir uns auf einem Campingplatz vor sehr langer Zeit kennengelernt haben.

Wir leben auf dieser Insel in einem grossen Haus, in dem wir seit 2 Jahren B & B betreiben, damit wir keine Langeweile bekommen und nicht auf die "Gespräche" mit den hiesigen nicht besonders redseeligen Finnen angewiesen sind. Das macht sehr viel Spass und ich möchte hier vielleicht auch die eine oder andere Anekdote erzählen, von den "Eingeborenen" und den "Touristen aus aller Welt".  Aber am meisten möchte ich erzählen/berichten von den Schönheiten der finnischen Natur auf und rundherum um unsere schöne und vielseitige Insel. Wir wohnen hier nicht alleine, sondern mal mit mehr Sommerhäuslern und weniger Winterhäuslern zusammen.

Da komme ich am Besten gleich zu den Jahreszeiten in Finnland/Mittelfinnland:

Die Jahreszeiten sind meistens "klar" und voneinander abgegrenzt und nicht so unbeständig wie in Deutschland/ Norddeutschland das ewige "Waschküchenwetter" sommers wie winters. 

Der finnische Winter beginnt meist sofort nach dem schönen Herbst/Syksy/indian summer und die Temperaturen Ende Oktober erreichen sehr schnell die Null Grad, so dass der Boden nicht so matschig und die Strassen nicht so rutschig werden. Also ist der Herbst ein Angebot für Motoradfahrer bei trockenen Straßen und kühltrockenen Sonnentagen, man schwitzt beim Cruisen nicht so leicht, wie im Sommer. Der erste Schnee kommt bei uns erst zum Mitte Januar, der erste Frost schon im November/Dezember. Die Zeit von November bis Ende Januar ist die "schlimmste" Zeit für einen Kontinentaleuropäer; es ist erst mittags 12 - 13 Uhr hell und schon um 15 Uhr meist schon wieder dunkel. In dieser Zeit muss man aufpassen, dass einen nicht die Depression überrennt. Dann erst, wenn der Schnee sich häuft und der Päijänne zufriert, werden die Tage langsam wieder länger, die Sonne kommt wieder heraus und beleuchtet den weißen, glitzernden Schnee und morgens die Kristall-Eisblätter an den tiefgefrorenen Bäumen ohne Laub, sie sehen aus wie Weihnachtsbäume mit Silber-Kugeln und -Lametta, bis die Morgensonne sie von den Ästen löst und sie herunterfallen in den frischen Schnee, um weiterzuglitzern, bis die Sonne sie endgültig schmilzt.

veröffentlicht 2012-11-25